Von Samstag auf Sonntag fand der 24h Tag der Stadtjugendfeuerwehren in Erlangen statt. Insgesamt 69 Jugendliche nahmen daran Teil.
In den verschiedenen Stadtteilwehren wurden diverse Ausbildungen und Einsatzlagen durchgeführt und natürlich das Gerätehaus zum Nachtlager umfunktioniert.
In Frauenaurach stellten sich 5 Jugendliche der Herausforderung. Gegen 10 Uhr starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück im Unterrichtsraum. Neben einer Unterweisung zur Unfallverhütung und der Abstimmung des Tagesverlaufs, wurden die Feldbetten vorbereitet. Nachdem die Einsatzbereitschaft hergestellt und die Einteilung feststand, erfolgte schon die erste Alarmierung. Eine Brandmeldeanlage erforderte eine schnelle Erkundung in der Kraftwerkstraße. Nach erfolgreicher Abarbeitung, gab es eine kleine Einweisung in derartige Anlagen.
Bei der Zubereitung des Mittagessens, musste ein Teil der Mannschaft zu einem First Responder Einsatz ausrücken und eine Reanimation durchführen.
Nach dem Mittagessen erfolgte bei Arbeiten zur Fahrzeugpflege eine weitere Alarmierung. Ein Brand auf einer Freifläche war bei den heißen Temperaturen gemeldet. Nach ersten Löschmaßnahmen zur Eindämmung, die mit Wasser aus dem Fahrzeugtank erfolgten, musste auf Grund der abgelegenen Lage eine Saugleitung gekuppelt werden. Hiermit wurde Wasser aus der Aurach zum finalen Ablöschen entnommen.
Im Anschluss an diesen schweißtreibenden Einsatz machte sich die Mannschaft zur Abkühlung auf ins Freibad West.
Nach dem Baden wurden die Jugendlichen zu einem Verkehrsunfall gerufen. Eine Person hatte beim bergauf Schieben seines Pannenfahrzeugs einen Kreislaufzusammenbruch erlitten und wurde von seinem Auto überrollt. Ein aufmerksamer Passant hatte dies beobachtet und die Rettungskräfte gerufen. Die Mannschaft sicherte das Fahrzeug und rettete die Person mittels Spineboard zur Übergabe an den Rettungsdienst.
Eine ordentliche Brotzeit zum Abendessen stärkte die Kräfte, bevor im Innendienst die Ausrüstung auf Vollständigkeit geprüft wurde. Die Alarmierung zu einem Wohnungsbrand mit starker Rauchentwicklung (Nebelmaschine) forderte zwei Trupps, teils unter ‘Atemschutz’ zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude. Nachdem der Brand lokalisiert und gelöscht war, mussten vermisste Personen im verrauchten Gebäude gefunden und gerettet werden. Im Anschluss erfolgte eine ausgiebige Belüftung um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken.
Nachdem die Gerätschaften wieder verräumt waren, erreichte uns ein dringender Funkspruch der Leitstelle. Vom Rettungsdienst wurde Unterstützung benötigt, um eine Person aus einem Jägerstand zu retten. Unter Einsatz der Steckleiter wurde eine schiefe Ebene gebaut, um die Person schonend mittels Spineboard und Leinen zu retten. Auch hier erfolgte eine gute Zusammenarbeit und Übergabe an den Rettungsdienst. Zum Sonnenuntergang wurden die Gerätschaften verräumt und die Heimfahrt angetreten.
Nun galt es den Abend mit Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen zu lassen.
Die nächtliche Ruhe wurde früh morgens gestört. Eine große Einsatzlage forderte das Eingreifen aller Jugendwehren. An einem landwirtschaftlichen Anwesen galt es diverse Brandstellen zu löschen, Personen zu retten, Gebäude zu belüften und zusätzlich einen Verkehrsunfall zu bearbeiten.
Ein anschließendes gemeinsames Frühstück auf der Hauptwache bildete den Abschluss des 24h Tages mit Reinigungsarbeiten und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge.
Ein herzliches Dankeschön allen beteiligten Helferinnen und Helfern, den Mimen, den Organisatoren der Einsatzlagen, den Stadtjugendfeuerwehrwartinnen, als auch den Kameraden der ständigen Wache die die benötigte Ausrüstung für uns wieder aufarbeiten.




